Besuch aus der Heimat (16.05.16)

So schnell sieht man sich in Island wieder…

Gerade als ich auf die Tankstelle in Vík fahre, um meine Freundin Mel abzuholen, kommt auch ihr Bus aus Reykjavik zum stehen. Als wir uns freudig begrüßen scheint die Sonne fröhlich vom Himmel hinab. NOCH…

Als wir uns am Mittag zum Black Beach (s.auch Wenn der Strand aus Lava ist…(10.03.16)) aufmachen vollen sieht die Welt draußen ganz anders aus. Es regnet, stürmt und ist kalt. War ja klar, dass sich mein Island gleich am ersten Tag von seiner besten Seite zeigt… Aber, da uns das bisschen Unwetter ja nichts ausmacht ziehen wir unseren Plan einfach trotzdem durch.

Am schwarzen Strand angekommen, zeige ich ihr die drei Felsnadeln Skessudrangur, Landdrangur und Langsamur und den Reynisfjara-Felsen. Zugegeben die Sicht ist heute nicht besonders gut, aber der Blick auf die versteinerten Trolle und die interessante Felsformation lohnt sich trotzdem. Außerdem hat das Ganze bei schlechten Wetter so ein bisschen was von Shutter Island, was auch seinen ganz eigenen Reiz hat.

 

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Weil uns ziemlich schnell die Füße gefrieren, beschließe ich  nach dem Ausflug zum Strand, mit ihr zu meinen Arbeitsplatz zu fahren und anschließend einen kleinen Rungang über die Farm zu machen.

Da wir nicht wild darauf sind, bei diesem Wetter noch durch die Gegend zu fahren, kuscheln wir uns gegen Abend auf’s Sofa und schauen uns die Verfilmung des Stephen-King-Romans Misery an. Übrigens sehr zu empfehlen für graue Tage und das Verlangen nach ein wenig Psycho-Grusel.

Am nächsten Morgen sieh der Blick nach draußen dann zum Glück schon  besser aus. Darum machen wir uns auch gleich nach dem Frühstück auf den Weg zu den beiden wirklich sehenswerten Wasserfällen in dieser Gegend. Als erstes machen wir daher am imposanten Skogafoss halt. Gut besucht wie immer, rauschen die Wassermassen über die Klippen.

 

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Natürlich lassen wir es uns dann auch nicht nehmen, die vielen Stufen am Wasserfall entlang, nach oben zu steigen. Die Aussicht ist wirklich grandios und entschädigt uns dafür, dass wir doch ein wenig ins Schwitzen gekommen sind. Beide müssen wir lachen, als ein Tourist uns plötzlich nach einem Selfie fragt und uns damit auf seinen Urlaubserinnerungen verewigt. Warum auch nicht!

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Gut gelaunt machen wir uns dann auf den Weg zum etwas weiter entfernten Seljalandsfoss. Wie ich ja schon einmal an andere Stelle geschrieben habe, kann man einmal ganz um diesen Wasserfall herum gehen, was wirklich cool ist. Natürlich machen wir das dann auch.

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Was darf bei einen perfekten Tag in Island anschließend nicht fehlen? Na klar, das Baden gehen.  Und was eignet sich dafür besser als der Naturpool Seljavallalaug, der sowieso auf dem Rückweg zur Farm liegt.

Noch ein wenig skeptisch, ob die Idee aufgrund der doch recht frischen Außentemperaturen so gut ist, machen wir uns auf dem Weg zum Schwimmbecken im Canyon. Als wir dann im Wasser sind verflüchtigt sich dieser Gedanke ganz schnell. Wir verharren sogar ziemlich lange im Wasser, genießen die Aussicht und die Wärme. Das wir dabei immer näher an die Heißwasser-Zufuhr gekrochen sind, verschweige ich jetzt einfach mal 🙂

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Zurück auf der Farm quatschen wir dann bei einem Teller Nudeln über alles mögliche und ruhen uns ein wenig aus. Am Abend haben sich die Wolken am Himmel dann endlich verzogen und der Zeitpunkt ist perfekt um den Puffins einen Besuch abzustatten. Von Kopf bis Fuß in warme Klamotten eingehüllt fahren wir zur Halbinsel Dyrhólaey. Ach ja, ich glaube ich brauche nicht wiederholen, wie sehr ich diesen Platz liebe. Umso mehr freue ich mich, dass es Mel hier auch gefällt als wir zunächst einmal Richtung Vík blicken, am Strand den Wellen zuschauen und den Sonnenuntergang am Leuchtturm bestaunen. Oh Boy, klingt das kitschig!

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Die Puffins lassen dann auch nicht lange auf sich warten und die Anschleichversuche, um den niedlichen Vögeln so nahe wie möglich zu kommen, sind ebenfalls von  Erfolg gekrönt. So ist auch dieses super Foto hier entstanden.

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Etwas durchgefroren, aber vollends zufrieden, ruft uns spät abends dann wieder die Couch. Heutiger Film des Tages:  The Princess Bride! Diesen Film habe ich als Kind rauf und runter geguckt. Einen besseren Ausklang für diesen Tag gibt es wohl nicht.

Da wir Mels letzten Tag unbedingt noch ausnutzen möchten, wandern wir nach dem Frühstück daher auf den Reynisfjara-Berg und genießen die Aussicht auf das weite Meer und die drei versteinerten Kobolde im Wasser unter uns (s. auch Walking On Sunshine (17.03.16)).

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Anschließend machen wir noch am Hörleifshöfdi (s. auch  Ein magischer Montag…(10.04.16) ) halt.  Heute gibt die Sonne wirklich alles und verbrennt uns ein wenig die Nasen.

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 Die Lupinenfelder sind einfach zu schön und die Höhle im Felsen des Hörleifshöfdi einfach nur cool!

Die letzten Stunden bevor der Bus für Mel wieder in Richtung Reykjavik fährt, faulenzen wir und schauen uns all die schönen Fotos der letzten Tage an.

Als es abends auch schon wieder Zeit für die Abfahrt wird, ist es schon ein komisches Gefühl nicht mit Richtung nach Hause zu fahren. Das ich dafür natürlich in Island bleibe relativiert die Sache dann aber auch wieder sehr schnell. Obwohl Mel so gesehen nur 2,5 Tage bei mir war, haben wir doch viel gesehen und geschafft. Ein Kurztrip an die Südküste Islands lohnt sich also durchaus  auch! Schön war es allemal. An der Rolle des Island-Guides habe ich durchaus gefallen gefunden.

Als nächsten kommt mich meine Mama besuchen. Am Programm arbeite ich schon 🙂

2 Gedanken zu „Besuch aus der Heimat (16.05.16)“

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