Auf den Spuren von Game of Thrones (28.05.16)

Von Höhlen, Hängen und Schokoladenbergen…

Ich weiß nicht wie oft ich jetzt schon über den gigantischen Anblick der Natur, der sich auf wirklich jedem meiner bisherigen Ausflüge an der Südküste Islands geboten hat, ausgeflippt bin…Auf jeden Fall ist gerade wieder so ein Moment!

Jana und ich haben uns heute in der Früh (gut es war 09:00 Uhr, aber das ist für mich früh genug) auf die Socken gemacht den 18 Kilometer langen Wanderpfad zum Zelt- und Rastplatz Þakgil zu erkunden. Diesen Weg wollte ich schon entlangwandern, seit ich an der Südküste angekommen bin. Schließlich wurden auf Teilen dieser Strecke Szenen für die Serie Game of Thrones gedreht. Daran habe ich schon keinerlei Zweifel mehr, als Jana und ich die doch mehr als abenteuerliche „Straße“ zu unserem Startpunkt entlangfahren und der Serien-Schauplatz noch in einiger Entfernung liegt. Der Blick aus dem Fenster offenbart eine Landschaft, wie sie wohl in keinem Fantasybuch besser zu finden ist.

Nachdem wir durch tiefste Schlaglöcher gefahren und unser kleines Stadtauto dazu überredet haben auch die doch recht steilen Steigungen irgendwie zu meistern, halten wir heil am Straßenrand, der mit ein bisschen Kreativität auch als Parkplatz durchgehen könnte.

Als wir aus dem Auto steigen, müssen wir erst einmal ein paar Bilder knipsen und die geniale Umgebung würdigen.

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Jetzt schon glücklich diesen Ausflug für unseren freien Tag gewählt zu haben,  finden wir hinter der nächsten Biegung dann auch schon das Schild, dass uns mit einem Lächeln auf unser Ziel hinweist.

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Die nächsten 4,5 Kilometer kommen wir aus dem staunen gar nicht mehr raus und schaffen es erst recht nicht brav auf dem Wanderpfad zu bleiben. Die Gegend wirkt einfach wie ein riesiger Abenteuerspielplatz und wir vergessen, dass wir ja doch noch eine ganz schöne Strecke vor uns haben.

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Beide müssen wir dann auch lachen, als wir feststellen, dass wir so bis heute Abend noch nicht an unserem Ziel sein werden.

Eine ganze Weile später erreichen wir einen kleinen Rastplatz mit Informationschildern und einem Picknicktisch. Zufrieden bemerken wir, dass wir an der GOT-Location angelangt sind. Da an diesem Ort einige Szenen rund um Die Mauer gedreht wurden, muss man sich das ganze natürlich mit viel, viel Schnee vorstellen. Ich bin allerdings ziemlich froh, dass dieser hier gerade fehlt. So ohne Schnee sieht man ohnehin viel mehr. Der genaue Ort heißt übrigens Höfðabrekkuheiði.

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Neben GOT wurde  auch der neueste Star Wars Film hier gedreht. Die schwarze Sandwüste (die auf dem letzten Bild zu sehen ist) ist auch wirklich der perfekte Ort, um sich gefühlsmäßig auf einen anderen Planeten zu begeben.

Nur wenige Schritte von diesem spektakulären Schauplatz enfernt, erblicken wir dann das nächste Schild mit Smiley, das uns darauf aufmerksam macht, die Hälfte des Hinweges geschafft zu haben.

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Weiter geht es also, vorbei an grünen Hügeln, schwarz-grauer Mondlandschaft, dem Knochen eines ziemlich gut erhaltenen Fuchsgebisses, rauschenden Flüssen, einer großen Pfütze mit Fischen!?, etwas das aussieht wie eine fleischfressenden Pflanze und zahlreichen Höhlen. Klar das ich mir es da nicht nehmen lasse, meinen Finger noch einmal ordentlich auf den Auslöser meiner Kamera zu pressen.

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Nach etwa drei Stunden liegt der Zeltplatz dann ganz plötzlich vor uns. Um uns auszuruhen machen wir es und auf einer Bank mit Sandwich und Keksen bequem. Nachdem der erste Hunger und Durst gestillt ist, schauen wir uns den wirklich coolen Grillplatz der Unterkunft mitten im Felsen genauer an. Anschließend erkunden wir noch ein wenig die Gegend. Wir beschließen demnächst noch einmal hierher zu kommen und das Auto am Zeltplatz zu  parken. Von dort aus lassen sich nämlich weitere, wunderbare Wandertouren auf den Bergrücken unternehmen. Für heute ist uns das mit Blick auf den Rückweg dann doch etwas zu viel und so schlendern wir ganz langsam und mit beginnenden Schmerzen in den Beinen zurück zu unserem Geländewagen. Erst jetzt wird uns bewusst wie viel bergab wir auf dem Hinweg gegangen sind und stellen entsetzt fest, dass ziemlich viele Teile des Rückweges daher für uns ja auch wieder bergauf gehen.

Ein, zwei Biegungen vor unserem Ziel sind erblicke ich wirklich lustigen Felsen, die aussehen als seien sie mit Schokolade überzogen. Wieder einmal staune ich nicht schlecht darüber, was die Natur hier so alles zu bieten hat.

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Kurz bevor ich mich dann am liebsten für eine gaaaanz lange Pause auf den Boden gesetzt hätte, taucht das Auto in unserem Blickfeld auf. Überglücklich und erschöpft lassen Jana und ich uns in die Sitze fallen. Zuhause gönnen wir uns zur Krönung des Tages erstmal ein echtes Wikinger-Bier. Haben wir uns verdient, finde ich.

Noch einmal knapp zusammengefasst lässt sich sagen, dass die heutige Wanderoute an Abenteuer und Schönheit  schwer zu übertreffen ist.

Wer die Zeit und die Lust hat und gerade zufällig in Südisland ist, sollte nicht zögern. Game of Thrones-Feeling inklusive, versprochen!

2 Gedanken zu „Auf den Spuren von Game of Thrones (28.05.16)“

  1. Dein siebtes Bild erinnert mich gerade an den ehemaligen See in der Nähe von Þórsmörk… Am Eyjafjallajökull. Falls du dort jemals hinkommst der Ausblick ist bombastisch, da der See ehemals riesengroß war und durch den Vulkanausbruch damals fast komplett ausgetrocknet ist

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