Áfram Íschlaaand! (02.07.16)

Warum ein Weltmeister-Wikinger-Halbfinale mein Traum ist…

Offen und ehrlich gesagt, habe ich im Vorfeld ja schon fest damit gerechnet, dass Deutschland es ins Viertelfinale schafft. Gut, während der Gruppenphase war ich mir kurzzeitig dann doch nicht mehr ganz so sicher. So richtig überzeugend, fand ich das Spiel Der Mannschaft nämlich irgendwie nicht. Auch Jogis Performance am Spielfeldrand war ja  dann doch teilweise etwas verwirrend. ABER: Geschafft heißt ja bekanntlich eine Runde weiter und so rückt das Halbfinale ganz langsam näher. Zumindest bis heute Abend! Der Gegner: Mal wieder Italien, oder sollte ich lieber schreiben, ausgerechnet Italien? Ich muss zugeben ein wenig schlottern mir diesbezüglich schon die Knie. Solange das bei der deutschen Elf aber nicht der Fall ist, wird es schon schiefgehen  Schließlich kann man mit der Jeder für Jeden-Mentalität doch alles schaffen, oder? Meine Daumen sind auf jeden Fall fest gedrückt.

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Kommen wir nun zu der Überraschungsmannschaft dieses Tuniers: Den Isländern. Ich glaube die Titel Sieger der Herzen, Unterhaltsamster Kommentatorenjubel, und Gänsehaut auslösende Fanfeierei, können die Bewohner der Insel aus Feuer und Eis schon jetzt für sich verbuchen.  Damit, dass die Elf um Trainer Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrímsson nun im Viertelfinale stehen, habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Aber der Wunsch war da!

Geht es nach meinem Gastpapa Jóhann ist die Begründung für diesen grandiosen Erfolg eine ganz einfache: „Weil wir Wikinger sind!“ Mal abgesehen davon, dass ich diese Erklärung echt lässig finde, lässt sich aus dieser zudem eine wichtige Essenz ziehen. So gehört doch schon einiges an Kampfgeist, Blutsbrüderschaft und Manneskraft dazu, es als Debütant bei einer EM so weit zu schaffen. Wie dem auch sei, die Isländer haben auf jeden Fall auch bei den Fans anderer Mannschaften den Ball schon längst im Tor.

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Nun bin ich ja sowieso bereits ein echter Island-Fan und von dem Land, den Leuten und der Kultur vollends begeistert.  Daher ist es für mich umso schöner und spannender, gerade jetzt zur EM-Zeit hier zu sein. Bisher habe ich alle Deutschland-Spiele per Skype-Zuschaltung mit meiner Familie gesehen. Die Island-Spiele hingegen  habe ich im Hotel, zusammen mit einigen Gästen verfolgt. Es gab übrigens niemanden der auch nur annähernd nicht für Island war. Es sei auch noch gesagt, dass das mit dem Public Viewing hier bei mir in Vík noch nicht angekommen ist. Aber ob man das ganze nun mit 300 Menschen, oder 20 schaut, verändert das Ergebnis auch nicht.

Dafür ist die Stimmung, wie man ja  den vielen bunten Fernsehbildern  entnehmen kann, auf der Fanmeile in Reykjavik wirklich spitze. Gejubelt, geschrien und gezittert, wird aber auch bei meiner Gastfamilie. Vikner, der jüngste Sohn von Margrét und Jóhann, ist mindestens genauso heiser wie der isländische Kommentator Gudmundur Benediktsson.

Dem Anlass entsprechend daher folgend einmal der isländische Em-Song, der hier mittlerweile im Radio rauf und runter läuft. Natürlich inklusive Kommentatorenjubel!

 

Wenn man da keine gute Laune bekommt, weiß ich auch nicht weiter!

Daran, dass Island auch am Sonntag als Sieger vom Platz gehen wird, hat Jóhann übrigens keinerlei Zweifel: „Jetzt können wir einfach jeden schlagen!“ Warum? Ja, genau! Wikinger und so. Vielleicht ist das ein wenig zu optimistisch – vielleicht aber auch nicht.

Für mich heißt es auf jeden Fall die Daumen bis Sonntagabend gedrückt zu halten. Aua! Wenn es sich am Ende aber bezahlt macht, ist es die Mühe doch allemal wert. Vor allem, weil ich dann einen Schritt näher an meinem Traum, Deutschland gegen Island im Halbfinale bin. Zugegeben bis es soweit ist kann viel dazwischenkommen, vor allem die Realität, aber wie schon Albert Einstein zu sagen pflegte:

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

Das ich mir diese Paarung wünsche liegt, zum einen an der Tatsache, dass ich seit Jahren mit der deutschen Elf mitfieber und die Isländer auch mein Herz im Sturm erobert haben und zum andern, da ich so ein leichtes Spiel vor dem Fernseher habe. Über einen Sieg der Deutschen würde ich mich wahnsinnig freuen, über einen Sieg der Isländer aber eben auch. Ich könnte also nur gewinnen. Mein Tipp für das morgige Spiel: 2:1 für Island. In der Zwischenzeit ist erstmal warten und Bier trinken angesagt!

Zum Schluss noch ein kleines Extra: Wenn ihr auf folgenden Link klickt, könnt ihr euch euer ganz persönliches Island-Trikot erstellen. Einfach den eigenen Vornamen und den des Vaters eingeben und schon seit ihr Teil der  isländische Nationalmannschaft: Tátjáná Fránkdottir

Achja, da war ja noch was! Wir haben ja noch gar nicht geklärt wer heute Abend als Sieger vom Platz geht. Mein optimistischer Tipp:  3:2 für Deutschland. Warum? Na, weil wir Weltmeister sind!

2 Gedanken zu „Áfram Íschlaaand! (02.07.16)“

  1. Hat ihnen leider gegen Frankreich trotzdem genutzt 😦 Aber für mich bleiben sie die Sieger! Meine gesamte Freundeskreis sowie Klasse war für die Isländer uns sind es immer noch 🙂 und eigentlich bin ich ganz froh, dass sie nicht gegen Deutschland spielen, sonst hätte ich die deutsche Nationalmannschaft hassen müssen…

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